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Fürſten und für Edelleute! Kommt, Ihr müßt an⸗ ders zu Werke gehen, Ihr müßt dieſe Leute durch ſanfte Reden beſchwichtigen, müßt Eure Ehre und Euer Leben retten. Euer Muth beſteht nicht darin, daß Ihr Euch hier zeiget, aber ein einziges Wort von Euch wird dieſes arme Volk beſchwichtigen und all dieſe Wölfe in Schafe umwandeln. Steiget auf den Balcon und ſprecht, ſo wird Alles gut gehen.“
Die Lage war allerdings bedenklich. Dieſe Leute brauchten nur zuſammenzurücken, um den Herzog und ſein ganzes Gefolge zu erdrücken.
Glücklicherweiſe waren die Zünfte, die dem Für⸗ ſten am nächſten ſtanden, die reichen, die Metzger und Fiſchhändler; dieſe waren aber wegen ihres Reichthums auch gemäßigt.
Sie ſchaarten ſich um den Herzog.
„Gnädigſter Herr,“ ſagte einer ihrer Vorſteher zu ihm,„Ihr ſeid unter uns ſicher wie das Kind im Mutterſchvoß, und wir werden nöthigen Falls ſterben, um Euch zu vertheidigen. Aber habt um Gotteswillen Geduld und erzürnet Euch nicht; na⸗ mentlich möge keiner von Euern Dienern es ſich ein⸗ fallen laſſen die Hand zu erheben; wir können von Euch ſelbſt Schläge ertragen, aber jeder Andere würde unverzüglich dafür geſtraft werden.“
Der Herzog ſah ein, daß er nichts Beſſeres thun konnte als auf den Balcon zu treten, wie Herr von Gruithuſen ihm gerathen hatte.„Er winkte mit der Hand, daß er ſprechen wolle, und ſagte dann auf Flämiſch:
„Meine Kinder, Gott behüte Euch! Ich bin Guer Fürſt und rechtmäßiger Herr; ich komme Euch zu


