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beſuchen, Euch mit meiner Gegenwart zu erfreuen; ich will dafür ſorgen, daß Ihr in Frieden und Wohl⸗ ſtand lebet; ich bitte Euch alſo, daß Ihr Euch ver⸗ nünftig aufführet. Alles was ich unbeſchadet meiner Ehre für Euch thun kann, werde ich thun, und ich werde Euch Alles bewilligen was mir möglich iſt.“
Die Rede rührte die Menge ungemein, ſo daß ſie aus vollem Halſe rief:
„Seid willkommen, gnädigſter Herr!“
Der Herzog verſtand nicht genug flämiſch, um eine längere Rede zu halten; deßhalb ergriff Herr von Gruithuſen das Wort, um die guten Abſichten des Fürſten näher auseinander zu ſetzen.
Als Herr von Gruithuſen fertig war, näherten ſich einige Bürger dem Balcon, dankten dem Herzog für ſeine Güte und erbaten ſich eine Audienz, um ihre Beſchwerden vorzulegen.
Karl war froh ſo wohlfeilen Kaufs davon ge⸗ kommen zu ſein, und wollte ihnen eben dieſe Audienz bewilligen, in Folge deren höchſt wahrſcheinlich Alles friedlich beigelegt worden wäre, als„ein himmel⸗ langer ſtämmiger Kerl,“ ſagt der Chroniſt,„der in den Palaſt und auf den Balcon gekommen war, ohne daß ein Menſch wußte wie, ſich plötzlich neben dem Herzog zeigte, ſeine plumpe mit einem ſchwar⸗ zen Eiſenhandſchuh bewaffnete Fauſt erhob und auf den Balcon ſchlug, um Stillſchweigen zu verlangen.“
Stürmiſcher Jubel hatte ſeine Erſcheinung be⸗ grüßt, aber als man ſah, daß er ſprechen wollte, ſo ſchwieg Alles.
So viel Muth auch der Herzog beſaß, ſo wich er doch zurück, als er dieſen Rieſen bemerkte, der ſo


