136 Paul Jones
16.
Trotz allen den ſchrecklichen Begebenheiten dieſer Nacht hatte Paul ſeinen Wortwechſel mit Leetour nicht vergeſſen. Da ihn dieſer Cavalier jedenfalls nicht aufzuſuchen wußte, ſo ſchickte er den Lieutenant Walter in's Schloß Auray, um durch ihn die Kampfbedingungen feſtſetzen zu laſſen. Man kam über⸗ ein, daß die Zuſammenkunft um 4 Uhr deſſelben Tages, und zwar an der Fiſcherhütte am Ufer des Meeres ſtattfinden und daß dem Baron als dem Beleidigten die Wahl der Waffen zu⸗ ſtehen ſollte.
Was die Marquiſe betrifft, ſo hatte ſie ſich bald wieder er⸗ holt. Nachdem ihr auf ſo unerwartete Weiſe der Schlüſſel ab⸗ genommen worden war, zog ſie den Schleier über das Geſicht, ging durch das vordere Gemach ohne Margarethen zu be⸗ merken, eilte dann durch den Park und befand ſich bald wieder in dem Saale, wo der Contraet hatte unterzeichnet werden ſol⸗ len. Hier ſtemmte ſie ſich neben den tief herabgebrannten Kerzen auf beide Elbogen und ſah mit ſtarren Augen auf das verhäng⸗ nißvolle Papier, auf welches Lectour ſeinen Namen und der Marquis den ſeinigen nur zur Hälfte geſchrieben hatte. So ſaß ſie bis der Tag graute, und nun war ihr Entſchluß gefaßt. Sie wollte Manuel und Margarethen vom Schloſſe Auray
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