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Paul Jones, der nordamerikanische Freibeuter : Roman / von Alexander Dumas
Entstehung
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152 Paul Jones

„Achard,“ rief die Marquiſe an ſeinem Bette auf die Knie ſinkend,„Du wirſt Erbarmen mit mir haben!“

„Sie knien vor mir, gnädige Frau?“

„Ja, Achard! Ich bitte Dich auf meinen Knien! In Deiner Hand ruht die Ehre einer der älteſten Familien Frank⸗ reichs, ruht mein ganzes irdiſches Daſein! Du weißt, was ich ge⸗ litten habe, um dieſen Namen fleckenlos zu bewahren! Ich habe die Gefühle der Liebe, die der Mutter und Gattin in einem grau⸗ ſamen 20 jährigen Kampfe erſtickt! Ich bin 20 Jahre jünger als Du, aber betrachte mein Haar: es iſt ſo weiß als das Deinige.“

„Was ſagt ſie?“ flüſterte Margarethe ihrem Bruder zu;„ach mein Gott!“

„Höre,“ antwortete Paul,„es iſt des Herrn Wille, daß alles auf dieſe Weiſe an das Licht des Tages komme...

„Gnädige Frau,“ murmelte Achard mit ſchwindender Kraft,„Sie haben an Gottes Güte gezweifelt, haben vergeſſen, daß Chriſtus einſt der Ehebrecherin vergab...

„Ja, aber die Menſchen wollten ſie ſteinigen, die Menſchen ſind unverſöhnlich... Wenn ſie wüßten, was außer uns nur Gott weiß, wäre ich dann allein der Beſchimpfung ausgeſetzt? Habe ich nicht Manuel und Margarethe? Der Andre wäre aber das Haupt der Familie; er braucht nur das Geſetz zu Hülfe zu rufen, um ſich Titel und Vermögen zuzueignen! Und

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