der nordamerikaniſche Freibeuter. 131
„Wenn ich Dir aber den Frieden des Himmels gebe, ſo
wirſt Du mir den auf Erden gewähren... „Und was kann ich für Sie thun?“ fragte der Greis, ohne
die Marquiſe anzuſehen.
„Du bedarfſt eines Prieſters, um zu ſterben; was ich be⸗ darf, um zu leben, das weißt Du!“
„Ein Meineid verſchließt den Himmel!“
„Vergebung öffnet ihn!“
„Ich habe Vergebung erhalten!“
„Von wem?“
„Von dem einzigen Manne, der das Recht hatte mir zu vergeben!“
„Iſt Morlaix vom Himmel herabgeſtiegen?“ fragte ſie höhniſch und ſich doch dabei ſcheu umſehend.
„Sie ſcheinen vergeſſen zu haben, gnädige Frau, daß er einen Sohn auf Erden zurückgelaſſen hat...
„Du haſt ihn alſo auch geſehen!“ rief ſie.
„Ja! erwiederte der Greis.
„Und haſt ihm alles geſagt?“
„Alles.“
„Und wo ſind die Papiere, welche ſeine Geburt beweiſen?“ fragte ſie beklommen.
„Noch hier, denn der Margquis war noch nicht todt.“


