150 Paul Jones
ten, lief ich bis an dieſe Schwelle, wo ich kraftlos zuſammen⸗ ſank... Doch ſtill! Hö ten Sie nichts?“
Su ſagte Paul die Lampe ausblaſend,„ich höre näher kommende Schritte!“
„Sehen Sie,“ fuhr Margarethe fort, ſich und Paul hinter den Fenſtervorhängen verbergend,„ſehen Sie, ich irrte mich nicht; ſie iſt's!“
In der That ſchlich die Marguiſe bleich wie ein Schatten und in tiefer Trauer heran, trat in die Hütte ein und machte die Thüre hinter ſich zu, ging durch das erſte Zimmer, ohne Paul und Margarethen gewahr zu werden, und begab ſich endlich in die hintete Stube, worin Achard lag.
Wer iſt da?“ fragte dieſer den Bettvorhang lüftend.
„Ich!“ antwortete die Margquiſe die Vorhänge ganz aus⸗ einanderziehend.
„Sie, gnädige Frau!“ rief der alte Diener erſchrocken; „was wollen Sie bei einem Sterbenden?“
„Ich will ihm einen Vorſchlag machen.“
„Nur nicht, daß er ſein Seelenheil verliert!“
„Nein, vielmehr daß er es rettet. Achard, Du bedarſſt in dieſer Welt nichts mehr als eines Prieſters...“
„Sie wollten mir keinen ſenden!“
„Er ſoll in 5 Minuten da ſein, wenn Du willſt.. „So laſſen Sie ihn kommen!“


