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der nordamerikaniſche Freibeuter. 155
„Weil man mir geſagt hat, Sie wollten mich nicht ſehen, Sie liebten mich nicht, mein Vater!“
„Man hat Dir geſagt, ich wollte Dich nicht ſehen, Du Engelsantlitz!“ rief der Marquis, ihren Kopf mit beiden Händen liebevoll umfaſſend;„das hat man Dir geſagt? Man hat Dir geſagt, daß ein armer Verdammter den Himmel nicht ſehen will, daß ein Vater ſein Kind nicht ſehen will, daß ein Vater ſein Kind nicht liebt?“
„Ich habe es geſagt!“ ſprach die Margquiſe, indem ſie auf's neue verſuchte Margarethen aus ſeinen Armen zu reißen.
„Sie!“ rief der Marquis;„ſo müſſen denn alle meine Schmerzen von Ihnen herkommen! Wenn Sie vor 20 Jahren das Herz des Gatten brachen, ſo müſſen Sie jetzt auch das Vater⸗ herz brechen?“
„Sie ſind wahnſinnig, Marquis!“ rief ſie ihre Tochter los⸗ laſſend und ihm entgegentretend;„ſchweigen Sie!“
„Nein, Madame, ich bin nicht wahnſinnig und gedenke auch nicht zu ſchweigen! Ich ſage Ihnen vielmehr, daß ich zwiſchen einem Engel ſtehe, der mich zur Vernunft zurückführt, und einem Teufel, der mich wahnſinnig macht!“ Bei dieſen Worten hob er ſich im Seſſel empor und ſagte mit großem Ausdruck zu
ſeiner Gemahlin:„Muß ich Ihnen den Brief, muß ich Ihnen
das Duell in's Gedächtniß zurückrufen?“


