154 Paul Jones
„Nehmen Sie ſich in Acht, Madame! Ich habe Ihnen geſagt, daß ich anfange mich zu erinnern!“
Nach dieſen Worten ſenkte er ſeine Stirn auf die ſeiner Tochter, ſo daß ſich ſeine grauen Locken mit den ſchwarzen Margarethens vermiſchten. In dieſer Stellung flüſterte er ihr zu:
„Rede, meine Tochter! Sage mir, was Dir fehlt, mein Kind!“
„Ach, ich bin ſehr unglücklich!“
„Iſt denn alles unglücklich in der Welt! Kind und Greis, ſchwarze und weiße Haare! Ach, ich bin auch ſehr unglücklich!“
„Marquis,“ ſagte ſeine Gemahlin zu ihm,„gehen Sie wie⸗ der auf Ihr Zimmer hinauf!“
„Ja, wohl um wieder mit Ihnen allein zu ſein, und ein⸗ geſperrt wie ein Gefangener?...“
„Ja, mein Vater, Sie haben Recht!“ ſagte Murza rethe;„meine Mutter weiht ſich Ihnen lange genug; ven heute an will ich bei Ihnen bleiben, Sie weder Tag noch Nacht verlaſſen, Sie auf meinen Knien bedienen!“
„Und dazu würdeſt Du den Muth haben?“
„Ja, ſo wahr ich Ihre Tochter bin!
„Wenn Du meine Tochter biſt, warum habe ich ſeit 10 Jahren nicht geſehen?“


