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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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202 Jungfrau von Orleans.

Nun denn, ſagte Johanns gefaßt,ſo ziehe man mich aus den Händen der Engländer und führe mich in die Hände der Kirche, wie man mir verheißen hat!

Ohne auf dieſe ſehr gerechte Forderung zu hören, führte man die Jungfrau wieder in den Thurm zurück. Bald deuteten ihr mehrere ihrer Richter nebſt dem Viecar der Inquiſition an, daß ſie nun ihre Mannskleider abzu⸗ legen hätte, und überreichte ihr ein Päcktchen mit weib⸗ lichen Kleidern. Auf ihr Verlangen ward ſie allein ge⸗ laſſen, bis ſie ſich umgekleidet hatte. Hierauf traten die Engländer wieder ein, legten ihr eine Kette um den Leib, die an einem Pfahl mitten in ihrem Kerker befeſtigt wurde; des Nachts ward ſie mit zwei an den Füßen ihres Bettes befeſtigten Ketten gefeſſelt; zwei Soldaten hielten an der Thüre Wache und drei durften das Innere des Kerkers nicht verlaſſen.

Als Graf Warwick den Biſchof Cauchon an der Thür des Gefängniſſes verließ, ſagte er zornig zu ihm: Ihr ſeid ſchuld, daß die Elende dem Tode entgangen iſt. Sie iſt noch nicht gerettet, entgegnete der Biſchof von Beauvais und entfernte ſich gleichfalls.

In der Nacht begannen die Angriffe der dafür bezahl⸗ ten Soldaten auf's neue und heftiger als je. Johanna hatte ihre weiblichen Kleider nicht abgelegt und verthei⸗