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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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Jungfran von Orleans. 203

digte ſich mit der höchſten Energie, obwohl ſie dabei ſo manche Wunde davon trug. Sowie nun ihre ermüdeten

Wächter endlich eingeſchlafen waren, verließ ſie ihr Bett

und legte die jedenfalls abſichtlich im Kerker gelaſſenen männlichen Kleider wieder an, um ſich beſſer gegen die Rohheiten der Soldaten ſchützen zu können. Als ſich nun am Morgen die Kerkerthür aufthat, ſtieß der erſte Engländer, welcher den Kopf in's Gefängniß ſteckte, einen Freudenſchrei aus: Johanna hatte ihren Schwur in Betreff der weiblichen Kleidung gebrochen und den Tod verdient!

Gleich erſchien der Biſchof von Beauvais, um die Sache zu Protocoll nehmen zu laſſen. Wohl erzählte Johanna freimüthig die Urſache ihres erhabenen Mein⸗ eides und wies auch auf ihr zerfleiſchtes Geſicht, auf ihre zerquetſchten Arme hin; aber in's Protveoll kam nur Johanna's Ungehorſam. Auf der Treppe begegnete Cauchon dem Grafen von Warwick und ſagte freu⸗ dig:Nun, Herr Graf, die Sache iſt geſchehen, alles iſt beendigt!

Am folgenden Tage ward Johanna wieder vor Ge⸗ richt gezogen und über die Urſache ihres Ungehorſams befragt. Sie erzählte dieſelbe dem Gericht ebenſo aus⸗ führlich wie am Tage zuvor dem Biſchof von Beau⸗