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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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Jungfrau von Orleans.

Des Herrn Wille geſchehe! ſagte Jeannette.

Amen! flüſterte der Engel, hob ſich wieder mit der Wolke empor und verſchwand durch das Deckengewölbe der Kirche.

In dieſem Augenblicke kam der Prieſter aus der Sarriſtei, wo er Meſſe geleſen hatte. Jeannette redete ihn an und bat ihn ſie im Beichtſtuhle anzuhören. Der Prieſter war ein gutmüthiger frommer Mann, welcher große Freude über Jeannettens Mittheilungen hatte und ihr empfahl, keinem Menſchen etwas von den Er⸗ ſcheinungen zu ſagen, deren ſie der Himmel gewürdigt hätte.

Nach dieſer Zeit lebte Jeannette wieder drei Jahre, ohne daß ihr eine übernatürliche Erſcheinung aufſtieß. Gleichwohl fühlte ſie ſich deutlich in der göttlichen Gnade, hörte in der Einſamkeit zuweilen Engelchöre und ver⸗ einigte dann ihre Stimme mit den himmliſchen Weiſen. Wie eine Blume des Feldes war ſie aufgeblüht. Aller Augen hingen mit Wohlgefallen an ihren Zügen. Doch unterhielt ſie ſich nur wenig mit den Nachbarn und guten Freunden ihrer Eltern. An einem kalten Wintertage ent⸗ zog ſie ſich einſt ihrer Geſellſchaft, indem ſie ſagte, ſie wolle für ihre Heiligen(Katharina und Margaretha) einen Strauß pflücken, und dann hinausging. Die An⸗ weſenden lachten, denn die Erde war hoch mit Schnee