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Johanna, die Jungfrau von Orleans : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Heinrich Bourdin
Entstehung
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26 Jungfran von Orleans.

ſammelt, welcher ſeinen Namen daher führte, weil die Bauern nicht ſelten weiße Geſtalten darunter hatten tan⸗ 8 zen ſehen, die nachher wie ein Duft verſchwunden waren. Eine von Jeannettens Tanten wollte dieſe Erſcheinung auch geſehen haben, der Jungfrau ſelbſt aber hatte ſie ſich niemals gezeigt, wie oft ſie auch unter dieſem Baume mit ihren Geſpielinnen getanzt und geſungen hatte.

Dieſer Baum ſtand dem Chénu-Walde gegenüber und gerade neben einer heilkräftigen Quelle, wo ſehr häufig

Fieberkranke Geneſung ſuchten und fanden. Er gehörte zu den Beſitzungen Bolemont's, des Herrn von Dom⸗

Die übrige Zeit dieſes merkwürdigen Tages blieb Jeannette unter dieſem Baume, den ſie ſehr lieb hatte, betete zur heiligen Katharina und zur heiligen Mar⸗ garetha und wand Kränze, die ſie an den Zweigen des Baumes aufhing. Des Abends trieb ſie die Heerde nach Hauſe. Von jetzt an, da ſie groß und ſchlank wurde, ſchickten ſie ihre Eltern nicht mehr mit der Heerde aus, die ihrem jüngern Bruder Pierre übergeben wurde. Sie ſelbſt

lernte im elterlichen Hauſe alle weiblichen Arbeiten und war darin bald ſo geſchickt als die Hausfrau des Dorfes.