42 „Ah!“ murmelte Chriſtian mit einem Seußer, get „das ſtand da oben geſchrieben!“ nie „Doch Alles dies,“ ſprach Ingénue,„Alles die, he ſagt mir nicht, warum ich Sie erſt in jener entſetz⸗ vo lichen Nacht wiedergeſehen.“ ſeg „Oh!“ erwiederte Chriſtian,„das iſt ganz ein⸗ hal fach: ich konnte erſt an Ihrem Hochzeittage wieder no ausgehen. Ich wußte nichts von allen den Ereig⸗ Ele niſſen, die ſich um Sie her drängten, während ich auf ver meinem Schmerzenslager ausgeſtreckt war. Ich be⸗ gab mich geraden Weges nach der Rue des Ber⸗ Ch nardins: Sie waren nicht mehr da. Ich erkundigte mich, man ſagte mir, Sie wohnen im Faubourg es Saint⸗Antoine; über das Haus unterrichtet, gelangte hal ich vor die Thüre. Es war Abends um elf Uhr; wäl die Fenſter waren erleuchtet. Ich fragte, aus wel⸗ dac chem Anlaß dieſes Geräuſch von Inſtrumenten und Sch dieſes feſtliche Ausſehen; da erfuhr ich Ihre Heirath. An Lh! Ingénue, der Blitz über meinem Haupte, dac ein Abgrund zu meinen Füßen hätten mich weniger Doc erſchreckt!... Ich wartete, ich ſah Auger heraus⸗ Oh
kommen, ich ſah ihn mit einem Unbekannten ſprechen, ich ſah, wie Alles erloſch, ich ſah den Unbekannten nue eintreten, ich ſah ihn wieder herausgehen, ich warf mich ihm entgegen, ich wollte ihn tödten, ich riß ihm ſeinen Mantel ab, ich erkannte ihn: es war der trau Graf von Artvis!“ zurr
„Unwürdiger Prinz!“ ſagte Ingénue.
„Oh! nein, nein, Ingénue, glauben Sie das nicht: der Prinz iſt im Gegentheile der Edelmüthigſte der Menſchen.“
„Ah! Sie vertheidigen ihn?“


