Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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Ja, denn er hat mir die glückliche Kunde mit getheilt, welche bewirkte, daß ich zu dieſer Stunde nicht todt oder wahnſinnig bin: die Kunde, daß Sie heute ſo frei ſind, als geſtern, als vorgeſtern, als vor einem Monat. Oh! guter, theurer Prinz, ich ſegne ihn hiefür eben ſo ſehr, als ich ihn verflucht habe; ja, denn er hat mir geſagt, Sie ſeien immer noch meine Braut, und nicht die Frau von jenem Elenden, dem Einzigen, den Sie haſſen, den Sie verachten mußten, von dem ſchändlichen Auger.

Ingénue erröthete und wurde ſo ſchön, daß ihr Chriſtian beinahe zu Füßen gefallen wäre.

Ah! rief er,Ingénue! Ingénue! wie kommt es, daß Sie mich verkannt, daß Sie geglaubt haben, ich ſei fähig, Sie zu vergeſſen, ich, der ich während meiner langen Leidensnächte nur an Sie dachte; ich, der ich Ihren Namen mit jedem der Schreie vermengte, die mir der Schmerz entriß?... An wen dachten Sie während dieſer Zeit? Sie dachten an Ihren zukünftigen Gatten, nicht wahr? Doch warum ſollte ich Ihnen Vorwürfe machen! Oh! ich bin überzeugt, Sie tadeln ſich ſelbſt genug!

Ei! was konnte ich denn machen? rief Ingé⸗ nue.Mein Vater befahl, und der Zorn rieth.

Der Zorn? der Zorn gegen mich, guter Gott?

Gegen Sie, der verwundet, beinahe todt! Oh! trauriger Stolz der Mädchen!.. Heute ſind Sie zurückgekommen...

Sie ſehen es, Ingénue.

Ja, doch heute lieben Sie mich weniger.

Können Sie das ſagen, Ingénue? Nein, nein,