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Rötif verſuchte es abermals, an alles andere zu glauben, nur an das nicht, was exiſtirte.
„Ah! ah!“ ſagte er, fortgeriſſen durch einen Leitfaden, der ihn, ſtatt ihm den guten Weg zu be⸗ zeichnen, immer mehr im Labyrinthe ſeiner Gedanken irre führte,„ein Verliebter verliert leicht den Kopf, und dann...“
Rétif unterbrach ſich und ließ ein kleines meckern⸗ des, unzüchtiges Gelächter hören.
„Und dann iſt er der Mann! und ein Mann
ei! ein Mann hat immer gewiſſe Rechte, welche die Mädchen in Verwunderung ſetzen!“
Ingénue blieb kalt, unbeweglich, ſtumm.
„Alſo, Ingénue, meine theure Liebe!“ fuhr Rötif fort,„das iſt abgeſchloſſen, es findet ſich kein Kind mehr hier, und es handelt ſich darum, die Ideen und die Geduld einer Frau anzunehmen. Ei! ich weiß nicht, wie ich Dir das ſagen ſoll! wenn ich Deine arme Mutter noch da hätte, wie würdeſt Du Dein Herz erleichtern! wie würdeſt Du ſehen, daß früher oder ſpäter alle Frauen ſich hier⸗ ein ſchicken müſſen! Tröſte Dich alſo, ſei wieder ſtark und lächle mir zu.“
Doch ſtatt ſich zu tröſten, ſtatt wieder ſtark zu ſein, ſtatt ihrem Vater zuzulächeln, ſchlug Ingénue ihre ſchönen, in Thränen gebadeten Augen zum Himmel auf.
„Wie erhaben iſt ſie ſo!“ rief Rétif.„Welche Schamhaftigkeit! mein Gott! wie ſchön iſt die Scham⸗ haftigkeit! und wie ſtolz muß dieſer Schelm, dieſer Auger ſein!“


