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habe Todeskämpfen aller Art angewohnt, ich habe zwanzigmal das letzte Röcheln eines Sterbenden ge⸗ hört: nun wohl, Herr Admiral, noch niemals hat, weder der Tod eines tapfern Feindes, noch der Tod einer Frau, noch der Tod eines Kindes einen ſolchen Eindruck auf mich hervorgebracht, wie ich
in dem Augenblick empfand wo dieſe Seele die Erde
verließ.“
„Was mich betrifft, Prinz,“ ſagte der Admiral, der nicht verdächtig war, wenn er von Muth ſprach, „ſo fühlte ich mich von einem unerklärlichen Schre⸗ cken ergriffen, und wäre ich an der Stelle des Ver⸗ urtheilten geweſen, mein Blut hätte nicht ſchrecklicher in meinen Adern gerinnen können. Mit Einem Wort, mein Vetter,“ fügte der Admiral hinzu, in⸗ dem er den Prinzen beim Fauſtgelenke hielt,„ich habe Furcht gehabt.“
„Jurcht, Herr Admiral,“ ſagte der Prinz, indem er Herrn von Coligny erſtaunt anſchaute,„ſagtet Ihr, Ihr hättet Furcht gehabt, oder habe ich falſch gehört?“
„Ich habe es wirklich geſagt, und Ihr habt recht gehört. Ja, ich habe Furcht gehabt; ja, es iſt mir ein gewiſſer eiſiger Schauer durch die Adern gefah⸗ ren, eine düſtere Ahnung meines nahen Endes hat ſich meines Herzens bemächtigt. Vetter, ich bin überzeugt, daß auch ich eines gewaltſamen Todes ſterben werde.“
„So gebt mir die Hand, Herr Admiral, denn iih hat mir prophezeit, daß ich ermordet werden olle.“
Einen Augenblick ſchwiegen Beide.


