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„Noch einmal,“ ſagte Franz 11. lachend,„um Euch den Kopf dieſes Mannes zu geben, muß ich ſeinen Namen wiſſen.“
„Ich glaubte, daß die Waage des Königs nur zwei Schalen hätte: die des Lebens und die des Todes; die des Unſchuldigen und die des Schul⸗ digen.“
„Aber die Schale des Schuldigen kann mehr oder weniger ſchwer, die des Unſchuldigen mehr oder weniger leicht ſein. Nun wohl, ſprecht, wer iſt der Schuldige? Iſt es wiederum ein Parla⸗ mentsrath wie dieſer unglückliche Dubourg, den man morgen verbrennt? In dieſem Fall ginge die Sache ganz von ſelbſt— meine Mutter iſt im Augenblick voll Haß— man würde zwei verbren⸗ nen ſtatt eines Einzigen, und Niemand würde es bemerken, als der zweite Verbrannte.“
„Nein, es iſt kein Juſtiſmann, Sire, es iſt ein Mann des Degens.“
„Vorausgeſetzt, daß es ſich nicht um die Herrn von Guiſe, um Herrn von Montmorency oder um Euern Vater handelt, können wir ſchon noch zu Stande kommen.“
„Es handelt ſich nicht nur nicht um einen von dieſen drei, ſondern er iſt auch ihr Todfeind.“
„Gut,“ ſagte der König,„jetzt wird Alles von ſeinem Rang abhängen.“
„Von ſeinem Rang?“
„Ja.“
„Ich glaubte, es gebe für einen König keinen Rang, und ihm gehöre Alles was unter ihm
ſtehe.“ 12


