Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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men war, hatte ſie kaum diejenige Zuneigung, die eine erkaufte Amme manchmal für ihren Pfleg⸗ ling hat.

Es war alſo nicht die Königin Mutter.

Es war auch nicht die kleine Königin Marie.

Die kleine Königin Marie, etwas vernachläßigt von ihrem Gemahl, zwei Tage vorher durch einen Sturz vom Pferde verwundet, auf einer Longue⸗ chaiſe liegend auf Befehl der Aerzte, die in Folge dieſes Sturzes eine Fehlgeburt fürchteten, die kleine Königin, wie man ſie nannte, war nicht im Stand zu ihrem Gemahl zu kommen, und hatte keinen Grund an ihn ihre Liebkoſungen zu verſchwenden, die übri⸗ gens für alle Diejenigen, welche ſie empfingen, ſo tödtlich waren.

Es war alſo Fräulein von St. André.

Der König brauchte ſomit das Geſicht das über dem ſeinigen lächelte nicht anzuſehen, um zu rufen:

Charlotte!

Ja, mein vielgeliebter König! ſagte das junge Mädchen,Charlotte Ihr könnt ſogar ſagen meine Charlotte außer wenn Ihr mir nicht mehr erlauben wolltet zu ſagen: mein Franz.

Oh, immer, immer! ſagte der junge Fürſt, der ſich erinnerte, um welchen Preis er ſo eben dieſes Recht in der furchtbaren Erörterung mit ſei⸗ ner Mutter erkauft hatte.

Nun wohl, Eure Charlotte kommt um Euch Etwas zu fragen.

Was? Wie viel, ſagte das junge Mädchen mit einem Dumas, Horoſcop. M. 1 12