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einen furchtbaren Eid: nämlich daß dieſer Mann, welcher Denjenigen, der ihm Rache anbot, durch⸗ peitſchen ließ, daß dieſer Mann nur von meiner Hand ſterben ſolle.
„Ich weiß nicht, war es der Schmerz oder der Zorn, aber ich fiel in Ohnmacht.
„Als ich wieder zu mir kam, war ich frei und ſtürzte aus dem Louvre fort, indem ich den furcht⸗ baren Schwur wiederholte, den ich gethan hatte. Gnädigſter Herr! gnädigſter Herr!“ fuhr der Page mit ſteigender Erhitzung fort,„ich weiß nicht, ob es wahr iſt, daß ich blos ein Kind bin; nach mei⸗ ner Liebe, nach meinem Haß glaubte ich etwas Anderes zu ſein. Aber Ihr ſeid ein Mann, Ihr! aber Ihr ſeid ein Prinz! Nun wohl, ich ſage es Euch, wie ich es damals geſagt habe: der Mar⸗ ſchall ſoll nur von meiner Hand ſterben.“
„Junger Menſch!“
„Und weniger noch wegen des Schimpfes, den er mir angethan, als wegen desjenigen, den er ſelbſt angenommen hat.“
„Junger Menſch,“ ſagte der Prinz,„wißt Ihr, daß ein ſolcher Eid eine Gottesläſterung iſt?“
„Gnädigſter Herr,“ antwortete der Page, ganz von ſeinen Gedanken beherrſcht und wie wenn er die Worte des Prinzen nicht gehört hätte,„gnä⸗ digſter Herr, es iſt ein Wunder der Vorſehung,
das geſtattet hat, daß bei meinem Weggang aus
dem Louvre Ihr die erſte Perſon waret, der ich begegnete; gnädigſter Herr, ich biete Euch meine Dienſte an; unſere Liebe war gleich, wenn unſer Haß es auch nicht iſt, gnädigſter Herr; im Namen


