Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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„Und ich ſtürzte durch eine Nebenthüre im In⸗ nern, um dem Hauptmann der Garde weder im Gang noch im Vorzimmer zu begegnen.

„Als ich indeß einmal aus dem Saale und außer dem Geſichtskreis war, blieb ich ſtehen; dann ſchlich ich mich auf den Zehen zurück und nun hielt ich mein Ohr an die Tapete, das einzige Hinder⸗ niß, das mir das Sehen verwehrte, nicht aber das Hören.

„Denkt Euch mein Staunen, meine Entrüſtung, gnädigſter Herr.

„Es war das Patent als Gouverneur von Lyon, das man Herrn von St. André überbrachte.

„Der Marſchall empfing Titel und Gunſtbe⸗ zeugungen mit der Demuth eines erkenntlichen Unterthanen, und der Officier wurde beauftragt dem Liebhaber der Tochter die Dankſagungen des Vaters zu überbringen.

„Kaum war er fort, ſo machte ich nur einen Sprung von meinem Verſteck bis zu dem Marſchall.

„Ich weiß nicht, was ich zu ihm ſagte, ich weiß nicht, mit welchen Beſchimpfungen ich dieſen Vater brandmarkte, der ſeine Tochter verkaufte; aber das weiß ich, daß ich nach einem verzweiflungsvollen Kampf, worin ich den Tod ſuchte und begehrte, gebunden, geknebelt mich in den Händen der La⸗ kaien befand, daß ich der Peitſche, der Schande preisgegeben wurde.

„Inmitten meiner Thränen oder vielmehr zwi⸗ ſchen dem Blute hindurch, das aus meinen Augen floß, ſah ich den Marſchall, der mich aus einem Fenſter ſeiner Wohnung anſchaute: da that ich