Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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„Nein, gnädiger Herr, antwortete ich, kühn ge⸗ macht durch den Zorn, welchen dieſe Worte in mir erregten, das Mädchen das ich liebe, wird nicht heirathen, nein, das Mädchen das ich liebe kann nicht mehr heirathen.“

„Und warum das? fragte der Marſchall, indem er mich unruhig anſchaute.“

„Weil das Mädchen das ich liebe öffentlich die Maitreſſe eines Andern iſt.“

„Jetzt war es am Marſchall unruhig zu werden. Er wurde todtenblaß, trat einen Schritt vor und fragte, indem er mich feſt und hart firirte, mit ge⸗ brochener Stimme:

„Von wem wollt Ihr ſprechen?“

„Ah! Ihr wißt es wohl, gnädiger Herr, ant⸗ wortete ich, und wenn ich Euch von meiner Rache ſage, ſo geſchieht es, weil ich vermuthe, daß Ihr zu dieſer Stunde Jemand für die Eurige ſuchet.“

„In dieſem Augenblick trat der Hauptmann der Garden ein.“

„Stille! ſagte der Marſchall zu mir. Bei Eurem Kopf, ſtille!“

„Dann aber ſchien er es doch für klüger zu halten mich ganz zu entfernen, und ſagte:“

„Gehet hinaus!“

„Ich begriff, oder vielmehr ich glaubte zu begreifen. Wenn dem König ein Unglück wider⸗ fuhr, und wenn dieſes Unglück von mir herkam, ſo war der Marſchall, da der Hauptmann der Garden ihn mit mir reden geſehen hatte, blosgeſtellt.“

ee gnädiger Herr, antwortete ich, ja, ich gehe.“

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