—
171
dieſer gemeinſchaftlichen Liebe bitte ich Euch, mich unter Eure Diener aufzunehmen; mein Kopf, mein Herz, meine Arme ſollen Euch gehören, und bei der erſten Gelegenheit werde ich Euch beweiſen, daß man mir keinen Undank vorwerfen kann. Nehmt Ihr an, gnädigſter Herr?“
Der Prinz beſann ſich einen Augenblick.
„Nun wohl, gnädigſter Herr,“ wiederholte der junge Mann ungeduldig,„nehmt Ihr das Aner⸗ bieten meines Lebens an?“
„Ja,“ ſagte der Prinz, indem er beide Hände des jungen Mannes in die ſeinigen nahm,„aber unter einer Bedingung.“
„Unter welcher, gnädigſter Herr?“
„Daß Ihr Euern Plan den Marſchall zu er⸗ morden aufgebt.“
„Oh, Alles was Ihr wollt, gnädigſter Herr!“ rief der junge Mann auf dem Gipfel der Exalta⸗ tion,„nur das nicht.“
„Dann geht es nicht, denn dieß iſt die erſte Bedingung, die ich für Euern Eintritt in meinen Dienſt feſtſetze.“
„Oh, gnädigſter Herr, ich bitte Euch auf den Knien, verlangt das nicht von mir.“
„Wenn Ihr mir den Eid nicht leiſtet, den ich von Euch verlange, ſo verlaßt mich augenblicklich, mein Herr; ich kenne Euch nicht, ich will Euch nicht kennen.“
„Gnädigſter Herr, gnädigſter Herr!“
„Ich befehlige Soldaten und keine Banditen.“
„Oh, gnädigſter Herr, iſt es möglich, daß ein
¹ N
—


