Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Prinz, indem er ſeine Sporen auf dem Pflaſter klirren ließ.„Kommt mit mir, ich höre Euch an.“

Dann ſchaute er ihn lächelnd an und fuhr fort:

„Da könnt Ihr ſehen, was ein gemeinſchaftliches Unglück iſt. Geſtern glaubtet Ihr, ich würde ge⸗ liebt, und hattet Luſt mich umzubringen; heute, da der König geliebt wird, führt das Mißgeſchick uns zuſammen, und ich bin jetzt Euer Vertrauter, in deſſen Ehrlichkeit Ihr ein ſo großes Vertrauen

ſetzet, daß Ihr ihm geradezu geſtehet, Ihr habet Luſt den König umzubringen. Ihr habt ihn jedoch nicht umgebracht, nicht wahr?“

„Nein, aber ich lag eine ganze Stunde lang in einem hitzigen Fieber in meinem Zimmer.“

„Gut,“ murmelte der Prinz,„gerade wie ich.“

„Nach Verfluß von zwei Stunden habe ich, da ich zu keinem Entſchluß gekommen war, an der Thüre des Fräuleins von St. André angeklopft, um ihr ihr ehrloſes Betragen vorzuhalten.“

„Wiederum wie ich,“ murmelte der Prinz.

„Fräulein von St. André war nicht zu Haus.“

„Ah!“ ſagte der Prinz,„hier hört die Gleich⸗ heit auf. Ich war glücklicher als Ihr.“

„Der Marſchall empfing mich. Er liebte mich ſehr, wenigſtens ſagte er es. Als er mich ſo blaß ſah, erſchrack er.“

„Was habt Ihr, Mezieres? fragte er mich. Seid Ihr krank?“

„Nein, gnädiger Herr, antwortete ich.“

„Was regt Euch denn ſo ſehr auf?“

„Oh, gnädiger Herr, mein Herz iſt voll von Bitterkeit und von Haß.“

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