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„Und warum ſollte ich Euch Etwas zu verzeihen haben?“
„Weil Ihr ſie beinahe eben ſo liebtet wie ich.“
„Ah, ah!“ ſagte der Prinz,„Ihr habt das be⸗ mertt, junger Menſch?“
„Prinz, Ihr werdet mir niemals den hundertſten Theil des Böſen was Ihr mir zugefügt mit Gutem vergelten können.“
„Wer weiß? Fahrt fort!“
„Ich hätte mein Leben für ſie gegeben,“ fuhr der Page fort,„und welche Schranke auch die Ge⸗ burt zwiſchen ſie und mich geſtellt haben mag, ich fühlte mich beſtimmt für ſie, wenn nicht zu leben, doch wenigſtens zu ſterben.“
„Ich kenne das,“ ſagte der Prinz lächelnd und ein Zeichen mit der Hand machend, wie wenn er einen unangenehmen Gegenſtand von ſich entfernen wollte,„fahrt fort.“
„Ich liebte ſie ſo ſehr, gnädigſter Herr, daß ich mich darein ergeben hätte ſie als die Frau eines Andern zu ſehen, unter der Bedingung, daß dieſer Andere ſie ebenſoſehr geliebt und geehrt hätte wie ich. Ja, ſie geliebt, glücklich und geehrt zu wiſſen, hätte mir genügt. Ihr jeht alſo, gnädigſter Herr, wie weit meine ehrgeizigen Abſichten und meine verliebten Wünſche ſich erſtreckten.“
„Nun wohl,“ ſagte der Prinz,„was iſt ge⸗ ſchehen?“
„Nun wohl, gnädigſter Herr, als ich erfuhr, daß ſie die Maitreſſe des Königs war, als ich er⸗ fuhr, daß ſie nicht blos mich, der ich mehr als ihr Liebhaber, der ich ihr Stlave war, täuſchte; nicht
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