Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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XII. Aus den Rinderſchuhen.

Der junge Mann befand ſich bereits auf der Spitze der Cité, als der Prinz noch immer nicht aus ſeinen tiefen Gedanken erwacht war.

Es iſt wahr, dieſe Gedanken waren in Folge einer jener häufigen Launen des Gedächtniſſes von Robert Stuart zu dem Billet zurückgekehrt, das aus einem Fenſter des Louvre geworfen worden, und das der Prinz vor einer halben Stunde beim Lam⸗ penſchein der Madonna geleſen hatte.

Was auch der Gegenſtand ſeiner tiefen Betrach⸗ tungen ſein mochte, ſo wurde er durch einen neuen und unerwarteten Zwiſchenfall daraus geweckt.

Ein junger Menſch kam barhäuptig, ohne Wamms und röchelnd, aus dem Louvre und lief über den Platz, wie wenn er von einem tollen Hund verfolgt würde.

Der Prinz glaubte ihn als den Pagen des Marſchalls von St. André zu erkennen, den er zum erſten Mal in dem Wirthshaus bei St. Denis, zum zweiten Mal in den Gärten von St. Cloud geſe⸗ hen hatte.

„He!“ rief er, als er ihn zehn Schritte vor ſich ſah,„wohin lauft Ihr denn ſo, mein junger Herr?“

Der junge Mann blieb plötzlich ſtehen, wie wenn er auf ein unüberſteigliches Hinderniß geſtoßen wäre.

„Ihr ſeids, gnädigſter Herr,“ rief er, als er ſeinerſeits den Prinzen erkannte und zwar trotz des

Dumas, Horoſcop. II. 11