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daß Dein Vater nicht ſterben würde, und Dein Vater wird heute Abend ſterben.“
„Mein Herr,“ ſagte der Prinz, der ſich beinahe der Lüge ſchämte, wodurch er den jungen Mann zu hintergehen verſuchte,„mein Herr, vielleicht ſteht es noch nicht ganz ſo ſchlimm, wie Ihr meint.“
„Sagt Ihr mir, daß ich noch hoffen darf, Prinz?“ fragte Robert Stuart.
Condé wagte nicht zu antworten; in dem Blick des jungen Mannes lag ein Ausdruck, der das Wort auf ſeinen Lippen feſthielt.
„Geſtern,“ ſagte er endlich,„war das Todesur⸗ theil noch nicht genehmigt, noch nicht vom Könige unterzeichnet; heute iſt es trotz meiner Anſtrengun⸗ gen unterzeichnet und bekannt gemacht worden; in einer Stunde vielleicht wird es vollſtreckt werden.“ „„In einer Stunde!“ brummte der junge Mann dumpf zwiſchen den Zähnen.„In einer Stunde kann man viel thun.“
Er ſtürzte fort und machte ungefähr zwanzig Schritte; dann kam er zu dem Prinzen zurück und ergriff ſeine Hand, die er mit Küſſen bedeckte und in Thränen badete.
„Von heute an, von dieſer Minute an, Prinz,“ ſagte er,„habt Ihr keinen getreueren, keinen erge⸗ beneren Diener, als mich. Mein Leib, meine Seele, mein Kopf, mein Arm, mein Herz gehören Euch; Euch gebe ich mein Leben bis auf den letzten Bluts⸗ tropfen.“
Dann entfernte er ſich, diesmal langſamen Schritts, und verſchwand an der Ecke des Quais, nachdem er dem Prinzen noch einmal mit dem Kopf zugenickt.
er
ſei


