Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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d, Der Prinz ſchämte ſich, daß man ihn bei dieſer Lekture überraſcht hatte, und die Art wie er er⸗ n röthete beſtärkte ihn in der Gewißheit, daß das e Billet von einer Frau gekommen ſei.

g„Ich bins, Prinz,“ ſagte der junge Mann.

n„Ihr ſehet, mein Herr, daß ich mein Wort ⸗ halte,“ verſetzte der Prinz, indem er von ſeiner

ſteinernen Bank herabſprang.

n„Und ich,“ ſagte Robert Stuart,„warte nur b⸗ auf eine Gelegenheit Euch zu beweiſen, daß ich das

meinige halten werde.“ „Ich habe Euch eine traurige Botſchaft zu ver⸗

ſo künden,“ ſagte der Prinz mit bewegter Stimme.

m Der junge Mann lächelte bitter.

„Sprecht Prinz, ich bin auf Alles gefaßt.“ „Mein Herr,“ ſagte der Prinz mit einem Ernſt,

e worüber man ſich bei einem Mann verwundert

hätte, den man allgemein für einen der frivolſten ſeiner Zeit hielt,„wir leben in einer Epoche, wo

18 die Begriffe von gut und böſe verworren, ſchwan⸗ m kend, unentſchieden ſind; die Welt ſcheint ſich ſeit ht einigen Jahren in einer Art von Geburtswehen zu ſt befinden, welche in die Seelen Einiger einen un⸗ o⸗ heimlichen Schein werfen, während ſie die Seelen rt Anderer in tiefes Dunkel verſetzen. Was wird nk aus dem Zuſammenprall der Leidenſchaften ent⸗ e⸗ ſtehen, die in dieſem Augenblick aneinander ſtoßen? er Ich weiß es nicht.. e⸗„Warum nicht ſogleich ſagen, Prinz: Junger Mann, Dein Vater iſt verurtheilt; ich hatte Dir r⸗ die Begnadigung Deines Vaters verſprochen, und

ſie iſt mir verweigert worden; ich hatte Dir geſagt,