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Ja, es war ganz ſicherlich eine Frauenhand, und trotz des meiſterhaften Zuges in dieſen Buch⸗ ſtaben, die wir nur mit einer ſchönen engliſchen Handſchrift unſerer Tage vergleichen können, würde ein Experter ſich nicht getäuſcht haben; in Bezug auf Frauenſchrift aber war der Prinz, der ſchon ſo viele Briefe empfangen hatte, ein Experter ge⸗ worden.
Wenn die vollen Züge feſt waren, ſo hatten i Feinſtriche etwas Zartes, Graziöſes und Weib⸗ iches.
Dann war das Billetchen als Ganzes ſo zier⸗ lich, das Papier war ſo fein, ſo ſammtweich, ſo ſeiden, und verrieth ein ſo ſüßes Parfüm von einem weiblichen Schlafzimmer oder Boudoir, daß es ganz entſchieden von einer Frau kommen mußte.
Nun entſtand von Neuem die Frage, auf welche es keine Antwort gab:
„Wer mag wohl dieſe Frau ſein?“
Der Prinz von Condé, der ſein Rendezvous gänzlich vergeſſen hatte, um ſich nur mit ſeinem Brief zu beſchäftigen, würde ſich die ganze Nacht auf den Ramen dieſer Frau beſonnen und ſich höchſt wahrſcheinlich vergebens den Kopf darüber zerbro⸗ chen haben, wenn nicht zu ſeinem Glück Robert Stuart, der ihn aus der Ferne auf ſeiner Bank ſtehen ſah und deſſen Herz von einem weit ſchwe⸗ reren Kummer aufgeregt war, plötzlich wie aus der Erde hervor erſchienen und in den Lichtkreis ge⸗ treten wäre, welchen die Fackel auswarf.
Er grüßte den Prinzen mit einer tiefen Ver⸗ beugung.


