Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Der Prinz von Joinville ſaß, wie wir geſagt

haben, neben der Admiralin. Während er lachte, ſich zurückwarf und ſich die Seiten hielt, ſah der junge Prinz das Billet, ein parfümirtes, zuſam⸗ mengelegtes, ſeidenweiches, ein wahres Billet-doux aus der Taſche der Admiralin fallen.

Herr von Joinville hatte wie die Andern ſein Schnupftuch herausgezogen. Er ließ es auf das Billet fallen und hob dann Billet und Schnupftuch zugleich auf.

Nachdem er ſich verſichert hatte, daß erſteres im letzteren enthalten war, ſteckte er das Ganze in ſeine Taſche, mit dem Vorbehalt das Billet zur ge⸗ eigneten Zeit zu leſen.

Dieſe geeignete Zeit war der Weggang der Frau Admiralin.

Wie bei allen Paroxismen der Freude, des Schmerzes oder des Lachens, folgten auch auf dieſe lärmenden Ausbrüche der königlichen Geſellſchaft einige Minuten Stille, während deren es zwölf Uhr ſchlug.

Dieſer Schlag der Uhr und dieſe Stunde der Nacht erinnerten die Admiralin daran, daß es Zeit war das Billet an Dandelot zurückzugeben und ins Hotel Coligny zurückzukehren. Sie ſtöberte in ihrer Taſche um das Billet zu ſuchen. Es war nicht mehr vorhanden. Sie durchſuchte alle ihre Taſchen nach einander, ihren Beutel, ihre Bruſt: Alles vergebens. Das Billet war verſchwunden, entwendet oder verloren, höchſt wahrſcheinlich das Letztere.

Die Admiralin hielt noch ihr Schnupfuch in der