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Klagen eines Turteltaubers um ſein Täubchen vor. Es war eine Bosheit gegen die Admiralin von Co⸗ ligny, welche von den böſen Zungen am Hof einer zärtlichen Neigung gegen den Marſchall von Strozzi beſchuldigt wurde, der im vorhergehenden Jahr bei der Belagerung von Thionville durch einen Mus⸗ ketenſchuß getödtet worden war.
Die Verſammlung klatſchte in die Hände zur großen Verlegenheit der Admiralin, die trotz all ihrer Selbſtbeherrſchung nicht verhindern konnte, daß ihr das Blut ins Geſicht ſtieg.
Als die Ruhe ein wenig hergeſtellt war, wurde Peter von Bourdeilles, Herr von Brantome, auf⸗ gefordert einige ſeiner galanten Anekdoten zu er⸗ zählen, die mit einem allgemeinen tollen Gelächter endigten; man drehte und krümmte ſich, man klam⸗ merte ſich an den Nachbar an, um nicht zu fallen. Alle ſchrien laut auf vor Lachen, Thränen kamen in Aller Augen, Alle zogen ihre Schnupftücher her⸗ aus und riefen:
„Oh genug, Herr von Brantome, bitte, genug, genug!“
Die Frau Admiralin war wie die Andern von dem unwiderſtehlichen Nervenkrampf ergriffen wor⸗ den, den man Lachen nennt, und wie die Andern hatte ſie unter einer Menge krampfhafter Bewe⸗ gungen ihr Schnupftuch aus der Taſche gezogen. „ Nun geſchah es, daß ſie beim Herausziehen ihres Schnupftuchs zu gleicher Zeit das Billet her⸗ auszog, das ſie Dandelot bringen ſollte. i
Nur fiel, während ſie das Schnupftuch an ihre Augen führte, das Billet zur Erde.


