Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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des Fräuleins von St. André die Köpfe zerbro⸗ chen; vergebens hatten ſie alle ihre Erinnerungen zu Rathe gezogen, keiner von Beiden hatte die Schriftzüge erkannt, und man hatte bei der Frau Admiralin, die in ihrem Zimmer eingeſchloſſen ihre Andachtsübungen hielt, angefragt, ob ſie von ihren Frinnerungen nicht beſſer bedient werde, als ihr Gatte und ihr Schwager.

Bei jeder andern Veranlaſſung würden Dande⸗ lot und beſonders Coligny ſich dagegen ausgeſpro⸗ chen haben, daß ihr Vetter, der Prinz von Condé, ſich auf dieſe abenteuerlichen Tollheiten einlaſſe, allein ſelbſt die ehrlichſten Herzen ſchließen Gewiſ⸗ ſenscapitulationen ab und glauben in den äußer⸗ ſten Umſtänden Etwas nachgeben zu müſſen.

Nun war es von großer Wichtigkeit für die calviniſtiſche Partei, daß Herr von Joinville Fräu⸗ lein von St. André nicht heirathete, und wenn anders das Rendezvous des Fräuleins nicht dem Prinzen von Joinville galt, was ſich nicht wohl annehmen ließ, ſo war es mehr als wahrſcheinlich, daß Herr von Condé, wenn er übethaupt Etwas ſah, einen ſolchen Lärm aufſchlug, daß die Sache der Familie Guiſe zu Ohren kam und irgend ein Bruch erfolgte.

Noch mehr; aus dieſer Indiscretion des Prin⸗ zen mußte höchſt wahrſcheinlich eine Widerwärtig⸗ keit für ihn ſelbſt entſtehen; und dann konnte der Prinz, der zwiſchen der katholiſchen und der calvi⸗ niſtiſchen Religion ſchwankte, vielleicht Proteſtant werden, zumal da Coligny und Dandelot ihn nach dieſer Seite hinzogen.

Dumas, Horoſcop. II. 2