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Fräulein von St. André glaubte alſo den Prin⸗ zen am Ufer zu ſehen.
Nun war der Anblick des am Ufer ſpazierenden Prinzen, während ſie davor zitterte ihm im Louore zu begegnen, das allerberuhigendſte Bild, das Frau Luna, dieſe blaſſe und melancholiſche Freundin der Verliebten, ihr zeigen konnte.
Beeilen wir uns jetzt unſern Leſern, die recht gut wiſſen, daß der Prinz nicht allgegenwärtig war, folglich nicht zu gleicher Zeit innen und außen, unter dem Bett und am Ufer ſein konnte, mitzu⸗ theilen, wer dieſer in einen Mantel gehüllte Mann war, welchen Fräulein von St. André für den Prinzen hielt, der nach ihrer Anſicht mit den Zäh⸗ nen klappern mußte.
Dieſer Mann war unſer Hugenotte von geſtern, unſer ſchottiſcher Freund, Robert Stuart, der ſtatt der erwarteten Antwort auf ſein Schreiben in Er⸗ fahrung gebracht hatte, daß die Herrn vom Par⸗ lament den Tag über Alles aufgeboten, damit die Hinrichtung Anne Dubourgs am morgenden oder übermorgenden Tag vor ſich gehen ſollte; es war Robert Stuart, entſchloſſen einen zweiten Verſuch zu wagen.
In Folge dieſes Entſchluſſes ſah das junge MWädchen in demſelben Augenblick, wo das boshafte Lächeln auf ihren Lippen ſchwebte, den Mann am Ufer ſeinen Arm aus dem Mantel hervorſtrecken, eine Bewegung machen, die ſie für eine drohende hielt, und mit großen Schritten hinweg⸗ eilen.
Zu gleicher Zeit hörte ſie ein ähnliches Geklirre


