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ht den Kapitän der ſchottiſchen Garde und ich werde ihm den Herrn Prinzen empfehlen.“ „In weſſen Auftrag?“ „Ganz auf eigene Fauſt! Seid ruhig, das wird
a⸗ genügen.“ „Ah, Lanoue!“ .„Was wollt Ihr, gnädiges Fräulein? Während f⸗ man für die Andern ſorgt, darf man wohl auch
ein wenig an ſich ſelbſt denken.“
8⸗„Dank, Lanoue; denn dieſer Gedanke allein m ſtörte das Vergnügen, das ich mir von der heuti⸗ r gen Nocht verſprach.“ Lanoue ſchickte ſich an wegzugehen.
er„He, Lanoue,“ ſagte Fräulein von St. André, uf„ehe Du weggehſt, zünde mir doch dieſe Leuchter
1 an; ich will nicht in dieſer Dunkelheit bleiben; 3 dieſe großen halbnackten Figuren machen mir Angſt;
es iſt mir, als wollten ſie ſich von der Tapiſſerie
abheben und auf mich zukommen.“ n„Ah, wenn ſie kommen,“ ſagte Lanoue, indem ſie am Kaminfeuer ein Papier anzündete,„ſo könnt 3 Ihr ganz ruhig ſein, ſie thun es dann blos, um 3 Euch als die Göttin Venus anzubeten.“ 5 Und ſie zündete den fünfarmigen Leuchter an, 5 ſo daß das ſchöne junge Mädchen in einer Flam⸗ 7 5 menglorie den Blicken des Prinzen ausgeſezt blieb. Sie war entzückend im Wiederſtrahl des Toi⸗ er lettenſpiegels, in ihrem durchſichtigen Gaskleid, durch ⸗ welches das Roſenroth des Fleiſches hervorſchim⸗ merte. e, In der Hand hielt ſie einen blühenden Myr⸗ thenzweig, den ſie als einen Kranz in ihr Haar ſteckte. .


