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das Billetchen, das Du mir ſo eben überreicht hatteſt.“
„Aber es war nicht unterzeichnet?“
„Zu allem Glück nicht.“
Das iſt wirklich ein großes Glück, Jeſus Ma⸗ ria
Die Kupplerin bekreuzte ſich andächtig.
„Und,“ fuhr ſie fort,„Ihr habt Euer Schnupf⸗ tuch nicht zurückgefordert?“
„Doch. Ich habe Mezieres den Tag über ſechs⸗ mal zu ihm geſchickt; der Prinz war ſchon am frühen Morgen ausgeritten und Abends um 9 Uhr noch nicht zurückgekehrt.“
„Ah, ah!“ murmelte der Prinz,„das iſt der Page mit der Angelſchnur, der ſo dringend darauf beſtand mich zu ſprechen.“
„Ihr trauet dieſem jungen Menſchen, gnädiges Fräulein?“
„Er iſt in mich vernarrt.“
„Die Pagen ſind ſehr ſchwazhaft; es gibt ein Sprüchwort darüber.“
„Mezieres iſt nicht mein Page, ſondern mein Sklave,“ ſagte das junge Mädchen im Ton einer Königin.„Ah, Lanoue; dieſer verwünſchte Herr von Condé! Es kann ihm nichts Schlimmeres be⸗ gegnen, als was ich ihm wünſche.“
„Dank, Schönſte der Schönen!“ murmelte der Prinz.„Ich werde Eurer vortrefflichen Geſinnun⸗ gen gegen mich gedenken.“
„Nun wohl, gnädiges Fräulein,“ ſagte Lanoue,
„für heute Nacht könnt Ihr ruhig ſein. Ich kenne 8


