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lich eine Gefahr enthüllte, an die er nicht gedacht hatte. Damals waren, wie übrigens die Beſchäfti⸗ gung Carls V. in St. Juſt beweist, die Taſchen⸗ und Pendeluhren nicht blos Luxusgegenſtände, ſon⸗ dern auch Phantaſieſtücke, und gingen weit weniger nach der Hoffnung des Mechanikers, als nach ihrer eigenen Laune. So kam es, daß die Uhr des Herrn von Condé, die der Louvreuhr um eine halbe Stunde nachging, auf einmal zwölf ſchlug.
Herr von Condé wurde, wie man bereits ge⸗ ſehen hat, von einer ungewöhnlichen Ungeduld heim⸗ geſucht. Er fürchtete, ſeine Uhr könnte, wenn ſie geendet hätte, Luſt bekommen von vorn anzufangen und ihn durch ihren Schlag zu verrathen; deßhalb nahm er das indiscrete Kleinod in die Höhlung ſeiner linken Hand, hielt den Griff ſeines Dolches feſt darauf, drückte ihn feſt gegen das Zifferblatt, und unter dieſem Druck, der das doppelte Gehäuſe zertrümmerte, hauchte die unſchuldige Uhr ihren letzten Seufzer aus.
Die menſchliche Ungerechtigkeit war befriedigt.
Kaum war dieſe Execution vollendet, als die Zimmerthüre von Neuem mit einem Geräuſche auf⸗ ging, welches die Augen des Prinzen auf ſie lenkte: er ſah jetzt Fräulein von St. André mit lauernden Blicken und lauſchendem Ohr hereintreten, auf den Zehen hinter der abſcheulichen Creatur einhergehend, die ſich Lanoue nannte.
Dumas, Horoſcop. I. 13


