Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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am meiſten fürchten, immer diejenige, die wir am meiſten lieben und verehren.

Der Prinz ertheilte ſich alſo wir bitten den gewiſſenhaften Leſer davon überzeugt zu ſein, all die Verweiſe, die ein Mann von ſeinem Character und ſeiner Stellung in einer ſolchen Lage ſich er⸗ theilen mußte; aber das Ergebniß all ſeiner Be⸗ trachtungen war, daß er etwa zwanzig Centimeter tiefer, wie man heutzutage ſagen würde, unter das Bett ſchlüpfte und ſich möglichſt bequem da ein⸗ richtete.

Ueberdieß hatte er an etwas ganz anderes zu denken.

Er mußte ſich über das Benehmen klar werden, das er einzuhalten hätte, wenn er ſich einmal den beiden Liebenden gegenüber befände.

Das Einfachſte ſchien ihm plötzlich hervorzurücken und ohne lange Erklärungen mit ſeinem Neben⸗ buhler den Degen zu kreuzen.

So einfach indeß dieſe Maßregel war, ſo ſchien ſie ihm doch bei näherer Ueberlegung nicht ohne Gefahr zu ſein, wenn auch nicht für ſeine Perſon, ſo doch für ſeine Ehre. Wer dieſer Nebenbuhler immer ſein mochte, ſo war er zwar allerdings ein Mitſchuldiger an der Coketterie des Fräuleins von St. André, aber ein ſehr unſchuldiger Mitſchuldiger.

Der Prinz ging alſo von ſeinem erſten Plane ab und beſchloß ganz kalt zuzuſehen und zuzuhören, was ſich unter den Augen und vor den Ohren eines Nebenbuhlers zutragen würde. Er hatte eben die⸗ ſen großen Act der Selbſtverleugnung vollbracht, als das ſehr laute Schlagen ſeiner Uhr ihm plötz⸗

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