Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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indeß, als er ſein Hotel verließ, keineswegs einen Beſuch beabſichtigt hatte.

Er trieb ſein Pferd in eine entgegengeſetzte Rich⸗ tung. Nach einer Stunde befand er ſich wieder an demſelben Platz: das Schloß von St. Cloud war für ihn der Diamantberg der Schiffer von Tauſend und eine Nacht, wohin die Schiffe unauf⸗ hörlich zurückkommen, da alle ihre Anſtrengungen um ſich zu entfernen nutzlos bleiben.

Das Mittel der Philoſophen und Aerzte, das bei andern Leuten unfehlbar iſt, wollte, wie es ſcheint, bei dem Prinzen von Condé nicht verfan⸗ gen. Er war Abends zwar körperlich wie gerädert, aber moraliſch noch eben ſo krank, eben ſo beküm⸗ mert wie am Morgen.

Als der Tag ſich neigte, kehrte er erſchöpft, niedergeſchlagen, ſterbend in ſein Hotel zurück.

Sein Kammerdiener überreichte ihm drei Briefe, denen er anſah, daß ſie von den erſten Damen des Hofes kamen: er öffnete ſie nicht einmal. Der Kammerdiener meldete ihm, ein junger Menſch ſei den Tag über ſechsmal in's Hotel gekommen, um, wie er behauptet, dem Prinzen Mittheilungen der

wichtigſten Art zu machen, er habe jedoch trotz der

dringendſten Vorſtellungen ſeinen Namen verweigert; allein der Prinz beachtete dieſe Nachricht eben ſo

wenig, als wenn man zu ihm geſagt hätte:„Gnä⸗

digſter Herr, es iſt ſchön Wetter,“ oder:„Gnädigſter Herr, es regnet.“

Er ging in ſein Schlafzimmer und ſchlug me⸗ chaniſch ein Buch auf. Aber welches Buch konnte