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Bald aber bekam er wieder Sprache und Be⸗ wegung; er ging mit großen Schritten im Zimmer auf und ab und rief:
„Alſo hatte der Admiral Recht.“
Er bemerkte jetzt den Brief, den er auf einen Lehnſtuhl hatte fallen laſſen.
„Alſo,“ fuhr er immer hitziger werdend fort, „alſo bin ich das Spielzeug einer ausgemachten Cokette geweſen, und Diejenige die mit mir geſpielt hat, iſt ein Kind von fünfzehn Jahren! Ich, der Prinz von Condé, d. h. der Mann, der bei Hof für den feinſten Kenner des Frauenherzens gilt, ich habe mich durch die Gaunereien eines kleinen Mädchens bethören laſſen. Beim Blute Chriſti, ich ſchäme mich meiner ſelbſt! Ich habe mich wie ein Schuljunge hänſeln laſſen, und ich habe drei Mo⸗ nate meines Lebens, drei Monate im Leben eines geſcheidten Mannes mit zweckloſen Opfern ohne Vernunft, ohne Nutzen, ohne Ruhm vergeudet, ich habe drei Monate mit einer fieberhaften Liebe zu einer nichtswürdigen Dirne vergeudet, ich! ich!“
Er erhob ſich wüthend.
„Ach ja; aber jetzt da ich ſie kenne,“ fuhr er fort,„jetzt ſoll ſie es mit mir zu thun haben; wir wollen ſehen, wer von uns Beiden am feinſten ſpielt. Du kennſt mein Spiel, ſchönes Jungfräulein; aber ich kenne jetzt auch das Deinige. Oh, ich bürge dir dafür, ich werde den Namen dieſes Menſchen erfahren, der kein ruhiges Vergnügen genießen konnte.“
Der Prinz zerknitterte den Brief, ſteckte ihn zwiſchen ſeine hohle Hand und ſeinen Handſchuh,


