Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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der weite Weg und die ſpäte Nacht, einen erwünſch⸗ ten Vorwand, um den Admiral zu verlaſſen und nach Hauſe zu gehen.

Der Admiral ſeinerſeits war zu ſehr mit ſeinen eigenen Gedanken beſchäftigt, um ihn zurückzuhalten.

Es ſtand alſo dem Weggang des Herrn von Condé Nichts im Weg, und als dieſer ſich einmal außer der Sehweite des Herrn von Chatillon be⸗ fand, da begann er aus Leibeskräften zu laufen, hielt aber beſtändig ſeine Hand feſt auf dem koſt⸗ baren Billet in ſeiner Wamstaſche, um es nicht von Neuem zu verlieren. Aber dießmal war keine Gefahr vorhanden.

Nach Hauſe kommen, die fünfzehn oder achtzehn Stufen, die in ſeine Wohnung führen, hinanflie⸗ gen, durch ſeinen Kammerdiener Wachskerzen an⸗ zünden laſſen, ihn fortſchicken mit dem Bedeuten, daß er ſeiner Dienſte nicht mehr bedürfe, die Thüre ſchließen, an die Lichter treten und das Papier aus ſeiner Taſche ziehen— das Alles war die Sache von kaum zehn Minuten.

Nur zog im Augenblick, wo er dieſe bezaubernde Liebesbotſchaft— ein ſo ſüß duftendes Billet konnte nichts Anderes ſein— aufrollte und las, eine Wolke über ſeine Augen hin, und ſein Herz ſchlug ſo heftig, daß er genöthigt war ſich an das Kamin zu ſtützen.

Endlich beruhigte ſich der Prinz. Seine Augen klärten ſich, konnten auf dem Billet haften, und er las folgende Zeilen, auf welche er in dem holden Wahn ſeiner Selbſttäuſchungen ganz und gar nicht gefaßt war.