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blieb er ganz einfach ſtehen, um noch länger dieſes Licht zu ſehen, das den fatalen Einfluß hatte, ihn, den glänzenden Nachtſchmetterling anzulocken, bis er ſich daran verbrannte?
Im Uebrigen war der arme Prinz in allem Ernſt entflammt, und dieſes durchduftete Schnupf⸗ tuch trug dazu bei ihn ſchrecklich in Brand zu ſtecken.
Der ſtolze Kämpe der Liebe war weit entfernt ſich überwunden zu glauben, und hätte das junge Mädchen, hinter ihren Fenſtervorhängen verborgen, beim Mondſchein eine zweite Thräne, dießmal eine Thräne der Wonne, in den Wimpern des Prinzen glänzen geſehen, ſo würde ſie ohne Zweifel begrif⸗ fen haben, daß dieſes Schnupftuch die Thränen nicht nur nicht trocknete, ſondern vielmehr die Gabe hatte ſie hervorzulocken, und daß die Thränen des Kummers durch die Thränen der Wonne verwiſcht waren.
Nach einigen Minuten dieſer Liebesentzückungen und wahnſinnigen Küſſe wurde einer der Sinne des Prinzen, der nicht beſchäftigt war, ohne Zweifel zur Rache dafür, daß ſein Herr ihn gänzlich ver⸗ geſſen hatte, plötzlich durch ein unerwartetes Ge⸗ räuſch geweckt. Dieſer Sinn war der Gehörſinn.
Das Geräuſch kam offenbar aus den Falten des Schnupftuchs. Es erinnerte an den Tanz der beim erſten Hauch des Herbſtwindes abgefallenen Blätter oder auch an eine kleine Völkerſchaft von Inſekten, die nach dem Feſt des Tages maſſenhaft in ihre Baumhöhle zurückkehrt; oder endlich an jene melancholiſchen Töne, welche die Waſſertropfen


