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piscem“ ſagt Horaz. Schaut mich einmal an, höre ich als Fiſch auf?“
„Nein, und Ihr ſeid deßhalb nur um ſo ge⸗ fährlicher, weil Ihr die Stimme und die Augen der antiten Zauberinnen habt. Ihr habt mich ohne es zu wiſſen, unſchuldiger Weiſe vielleicht, an Euch gelockt, aber ich bin jetzt da und ich ſchwöre Euch, daß ich in unauflösliche Ketten geſchlagen bin.“
„Wenn ich Euren Worten den mindeſten Glau⸗ ben ſchenken könnte, Prinz, ſo würde ich Euch auf⸗ richtig beklagen, denn unerwiederte Liebe ſcheint mir der grauſamſte Schmerz zu ſein, den ein füh⸗ lendes Herz empfinden kann.“
„Beklaget mich alſo von ganzer Seele, mein Fräulein; denn nie iſt ein liebender Mann weni⸗ ger geliebt worden als ich.“
„Ihr werdet mir wenigſtens die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, Prinz,“ antwortete Fräulein von St. André lächelnd,„daß ich Euch zur Zeit gewarnt habe.“
„Ich bitte um Entſchuldigung, mein Fräulein; es war bereits zu ſpät.“
„Und von welcher Aera datiret Ihr die Geburt Eurer Liebe? von der chriſtlichen oder von der muhamedaniſchen?“
„Vom Landifeſt, mein Fräulein, von jenem un⸗ glücklichen oder glücklichen Tag, wo ich Euch gänz⸗ lich in Euren Mantel vermummt ſah, wo Eure Haare im Sturm ſich aufgelöst hatten und in blon⸗ — Flechten um Euren Schwanenhals ſich ſchlän⸗ gelten.“


