Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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„Aber Ihr habt mich an dieſem Tag kaum an⸗ geredet, Prinz.“

„Wahrſcheinlich ſah ich Euch zu viel an, und ſo hat die Anſchauung das Wort getödtet. Man ſpricht zu den Sternen auch nicht: man ſchaut ſie an, man träumt und man hofft!“

„Aber wißt Ihr auch, Prinz, daß dieß eine Vergleichung iſt, die Herrn Ronfard eiferſüchtig machen könnte?“

„Sie wundert Euch?“

„Ja, ich wußte nicht, daß Ihr ſo viel poetiſchen Sinn habt.“

„Die Poeten, mein Fräulein, ſind die Echos der Natur; die Natur ſingt, und die Poeten ſingen die Lieder der Natur nach.“

„Es kommt immer beſſer, Prinz, und ich ſehe, daß man Euch verleumdet hat, wenn man ſagte, daß Ihr blos Geiſt beſitzet; Ihr beſitzet, wie mir eii⸗ noch überdieß eine glänzende Einbildungs⸗ raft.“

„Ich habe in meinem Herzen Euer Bild, und dieſes ſtrahlende Bild beleuchtet ſelbſt meine unbe⸗ deutendſten Worte: ſchreibet alſo das Verdienſt, das Ihr mir zuerkennen wollt, einzig und allein Euch ſelbſt zu.“

„Nun wohl, Prinz, ſo laßt Euch einen Rath

geben: Schließet Eure Augen und ſehet mein Bild

nicht an, das iſt das Glücklichſte was ich Euch wün⸗ ſchen kann.“

Fräulein von St. André trat jetzt, eben ſo triumphirend über ihren Sieg als Herr von Condé durch ſeine Niederlage gedemüthigt war, einen