Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Schotte Dieß ſah, ſteckte er verachtungsvoll ſein Schwert wieder in die Scheide.

„Ihr ſeid eben ſo feig als gemein, niederträch⸗ tige Schufte!“ fuhr er fort, indem er ſeine Hand über alle Köpfe ausbreitete,„aber ich werde dieſen Tod an Leuten rächen, die weniger erbärmlich ſind als Ihr, denn Ihr ſeid des Degens eines Edelmanns nicht würdig. Zurück alſo, ihr elende Bauren, und möge Regen und Hagel eure Weinberge verwüſten und eure Erndten zu Boden ſchlagen, und zwar ſo viele Tage lang, ſo viel Leute Ihr waret, um einen einzigen Menſchen zu tödten!“

Aber da es nicht gerecht geweſen wäre dieſen Mord ganz ungeſtraft zu laſſen, und da das Blut wiederum Blut fordert, ſo machte er eine große Piſtole von ſeinem Gürtel los und ſchoß, ohne zu zielen, mitten unter die Menge.

„Wie es Gott gefällt,“ ſagte er.

Der Schuß ging los, die Kugel pfiff, und einer der Burſche, die ſo eben den jungen Mann ins Waſſer geworfen hatten, ſtieß einen Schrei aus, fuhr mit der Hand an ſeine Bruſt und ſank tödt⸗ lich getroffen nieder.

„Und jetzt adien!“ rief er.„Ihr ſollt noch öfter von mir hören. Ich heiße Robert Stuart.“

Als er dieſe Worte ſprach, platzten die Wolken, die ſich ſeit geſtern am Himmel geſammelt hatten, plötzlich los, und wie der unglückliche Medardus vorausgeſagt, fiel einer jener wolkenbruchartigen Regen, wie ſie in den Regenzeiten niemals fallen.

Der junge Mann zog ſich langſam zurück.

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