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Augenblick, wo dieſe Menge ſo dicht war, daß ſie beim beſten Willen nicht auseinander zu gehen ver⸗ mochte. Sie empfing die Hiebe, heulte vor Schmerz, ging aber nicht auseinander. Nachdem ſie vor Schmerz geheult hatte, heulte ſie vor Wuth.
Der neue Ankömmling, den man an ſeinem aus⸗ ländiſchen Accent leicht als einen Schotten erkannte, ſchlug beſtändig darauf los, kam aber nicht vor⸗ wärts oder gewann doch ſo langſam ſein Terrain, daß man wohl ſah, ſein Freund würde im Waſſer liegen, bevor er zu ihm gelangen könnte. Etwa zwanzig Bauern, die da waren, und fünf oder ſechs Schiffleute miſchten ſich in die Sache. Vergebens klammmerte ſich der arme Medardus mit den Hän⸗ den feſt, vergebens ſtieß er mit den Füßen, verge⸗ bens biß er um ſich, jede Secunde brachte ihn dem Uferrand näher.
Der Schotte hörte nur noch ſein Geſchrei, und dieſes näherte ſich dem Waſſer immer näher. Er ſelbſt ſchrie nicht mehr, ſondern brüllte, und bei jedem Gebrüll fiel ſeine flache Klinge oder ſein Degenknopf auf einen Kopf. Auf einmal wurde das Geſchrei noch heftiger; dann verſtummte es und dann hörte man das Geräuſch eines ſchweren Kör⸗ pers, der ins Waſſer fällt.
„Ha, ihr Halunken! ha, ihr Mörder! ha, ihr Meuchler!“ heulte der junge Mann, indem er nach dem Fluß voranzudringen verſuchte, um ſeinen Freund zu retten oder mit ihm zu ſterben.
Aber es war unmöglich. Eben ſo leicht hätte er eine Granitwand umgeworfen, als dieſe lebendige Mauer. Gänzlich abgehetzt, zähneknirſchend, mit
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