M o MW
—
vð
25
ſich bis auf zwanzig Schritte von ſeinem Freund vorangearbeitet, als dieſer von vorn, von hinten, an den Füßen und am Kopfe zugleich gepackt wie ein Raſender um ſich ſchlug.
„Vertheidige Dich, Medardus!“ rief der neue Ankömmling,„vertheidige Dich!“
„Ihr ſehet, daß es wirklich Medardus iſt!“ rief derjenige, der ihn mit dieſem Namen begrüßt hatte.
Und als ob die Führung dieſes Namens ein Verbrechen wäre, ſchrie die ganze Menge:
„Ja, es iſt Medardus! ja, es iſt Medardus! Ins Waſſer mit dem Ketzer! ins Waſſer mit dem Hugenotten!“
„Wie kann ein Ketzer die Frechheit haben den Namen eines ſo großen Heiligen zu führen?“ rief Perrette.
„Ins Waſſer mit dem Gottloſen!“
Und die Leute, die den armen Medardus er⸗ hriſen hatten, ſchleppten ihn nach dem abſchüſſigen
and.
„Hieher, Robert!“ rief der junge Mann, wel⸗ cher ſah, daß er dieſer Maſſe nicht zu widerſtehen vermochte, und daß dieſer Spaß leicht mit ſeinem Tod endigen konnte.
„Ins Waſſer!“ heulten die Weiber, die im Haß wie in der Liebe wüthend ſind.
„Vertheidige Dich, Medardus!“ rief der Fremde zum zweiten Mal, indem er den Degen zog,„ver⸗ theidige Dich, ich bin da.“
Dann begann er mit der flachen Klinge rechts und links einzuhauen und wälzte ſich wie eine La⸗ wine nach der Böſchung hin. Aber es kam ein


