da, junger Mann,“ fragte er ihn,„he da, junger Mann, warum ſeht Ihr denn ſo in den Fluß hinein?“
Die vorige Scene erneuerte ſich wieder. Der junge Mann drehte ſich um, nahm ſeinen Hut ab und antwortete fortwährend höflich:
Eniſchuſhgen Sie mich, mein Herr, ich ſah nicht den Fluß an, ſondern den Himmel.“
Nach dieſen Worten ſalutirte der junge Mann und begab ſich auf die andere Seite.
Aber Landry, der ſchon durch dieſe zweite Ant⸗ wort aus ſeiner Faſſung gebracht worden war wie vor⸗ her durch die erſte, glaubte ſeine Ehre im Spiel, und da er ſeine Geſellſchaft laut lachen hörte, ſo faßte er Muth, nahm den Studenten an ſeinem Mantel und ſagte dringend zu ihm:
„Dann, junger Mann, wollt Ihr mir vielleicht gefälligſt ſagen, warum Ihr den Himmel anſehet?“
„Mein Herr,“ antwortete der junge Mann, „wollt Ihr mir gütigſt ſagen, warum Ihr mich das fraget?“
„Nun wohl, ich will mich offen gegen Euch er⸗ klären, junger Mann.“
„Das ſoll mich freuen, mein Herr.“
„Ich frage es Euch, weil meine Geſellſchaft ſich darüber ärgert, daß Ihr ſeit einer Stunde unbe⸗ weglich wie ein Klotz daſtehet und immer die glei⸗ chen Bewegungen machet.“
„Mein Herr,“ antwortete der Student,„ich bin unbeweglich, weil ich einen Freund erwarte. Ich bleibe ſtehen, weil ich ihn beim Stehen aus größe⸗ rer Ferne kommen ſehe. Da er nun nicht kommt
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