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Der erſte Theil des Tages verging ganz gut. Man hatte warm und trank. Man hatte Hunger und aß. Man ruhte ſitzend oder liegend aus. Dann begannen die Unterhaltungen lärmend zu werden und die Köpfe ſich zu erhitzen. Gott weiß, wie viele Weintöpfe gefüllt und geleert, wieder ge⸗ füllt und wieder geleert, aufs Neue gefüllt und zuletzt zerſchlagen wurden, worauf man einander die Scherben an die Köpfe warf.
So kam es, daß gegen drei ht das Ufer mit theils ganzen, theils zerbrochenen Töpfen und Tel⸗ lern, mit vollen und leeren Taſſen, mit Paaren, die in zärtlicher Umarmung auf dem Raſen lagen, mit Chemännern, die fremde Frauenzimmer für ihre Weiber, mit Weibern, die ihre Liebhaber für ihre Männer nahmen, bedeckt, daß, ſagen wir, das Ufer, das kaum noch grün, friſch geweſen und wie ein Dorf am Arnoſtrande gefunkelt hatte, jetzt einer Teniersſchen Landſchaft glich, die einer flämiſchen Kirchmeß als Rahmen diente.
Auf einmal erhob ſich ein furchtbares Geſchrei:
„Ins Waſſer! ins Waſſer!“ rief man.
Alles erhob ſich, das Geſchrei wurde immer ärger.
„Ins Waſſer mit dem Ketzer! ins Waſſer mit dem Proteſtanten! ins Waſſer mit dem Hugenotten! ins Waſſer mit dem Gottloſen! ins Waſſer, ins Waſſer, ins Waſſer!“
„Was gibt es denn?“ riefen zwanzig, hundert, tauſend Stimmen.
„Er hat Gott geläſtert, er hat an der Vorſehung gezweifelt, er hat geſagt, es werde regnen.“


