Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Inzwiſchen war die pittoreske Seite des Feſtes nicht in St. Denis ſelbſt. Zwar hatte die Ordon⸗ nanz des Parlaments es in die Stadt verlegt, aber die unendlich mächtigere Ordonnanz des Volkes hatte es an den Fluß verſetzt. Somit war die Meſſe in St. Denis, das Feſt aber am Ufer. Da wir nichts zu kaufen haben, ſo wollen wir uns hiemit an das Ufer unterhalb der Inſel St. Denis Ee um allda zu ſehen und zu hören, wie es zugeht.

Die Cavalcade, die wir vom St. Genovefaplatz aus die Rue St. Jacques hinabziehen, das Chate⸗ let mit einem Hurrah begrüßen und von da in die Rue St. Denis einmünden ſahen, hatte zwiſchen eilf und halb zwölf ihren Einzug in der königlichen Necropole gehalten; ſodann entwiſchten die Stu⸗ denten gleich Schafen, die man bei ihrer Ankunft auf der Wieſe in Freiheit läßt, ihren Profeſſoren, und ergoſſen ſich theils über die Felder, theils über die Stadt, theils über das Seineufer hin.

Es war, das muß man geſtehen, für ſorgloſe Herzen dergleichen es auch jetzt noch, obſchon nur wenige, gibt ein herrlicher Anblick, da und dort im Sonnenſchein, auf dem Gras des Uferrandes, eine Meile in der Runde friſche Studenten von zwanzig Jahren zu den Füßen ſchöner junger Mäd⸗ chen mit Schnürleibchen von rothem Atlas, Wan⸗ gen von roſenfarbigem Atlas und Hälſen von wei⸗ ßem Atlas liegen zu ſehen.

Die Augen Boccoacios mußten den äzurnen Tep⸗ pich des Himmels durchdringen und liebevoll auf dieſen gigantiſchen Decameron herabſchauen.