denten nicht mehr in corpore der Landimeſſe anzu⸗
Blutwürſte, Bratwürſte und Paſteten, man trank auf die blumigen Wangen der Damen ſchreckliche Quantitäten weißer Weine von allen Hügeln der Umgegend, von St. Denis, la Briche, Cpinay⸗lez⸗ St. Denis und Argenteuil. Die Köpfe wurden warm bei den Liebesreden und Trinkſprüchen, dann entſtand ein Lärm, Geſchrei und Gejohle, es wur⸗ den Wettkämpfe im Trinken gehalten, die Zecher forderten immer mehr und mehr, ſie behaupteten, ein rechter Kellner müßte wie Briareus hundert Hände haben, um unermübdlich einſchenken zu kön⸗ nen. Kurz und gut, man führte förmlich das fünfte Capitel von Gargantua auf.
Die ſchöne Zeit oder vielmehr, das müßt Ihr ſelbſt zugeben, die luſtige Zeit, wo Rabelais, Pfar⸗ rer von Meudon, den Gargantua, und wo Brantome, Abt von Bourdeille, die galanten Damen ſchrieb.
War man einmal betrunken, ſo ſang man, um⸗ armte ſich, fing Händel an, machte taufend Tollhei⸗ ten, verhöhnte die Vorübergehenden. Man mußte ſich doch luſtig machen, zum Teufel!
Man knüpfte daher mit dem erſten beſten An⸗ kömmling, der unter die Hand fiel, Geſpräche an, die je nach dem Charakter der Leute mit Gelächter, Beleidigungen oder Prügeln endeten.
Es waren zwanzig Parlamentsbeſchlüſſe nöthig, um dieſem Unfug zu ſteuern; zuletzt mußte man verſuchsweiſe die Meſſe aus der Ebene in die Stadt St. Denis ſelbſt verlegen.
Im Jahr 1550 wurde beſchloſſen, daß die Stu⸗


