Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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wohnen, ſondern dieſelbe blos durch Deputationen von zwölf Mann für jedes der vier Nationalcolle⸗ gien, wie man ſie damals nannte, und zwar die Profeſſoren mit inbegriffen, zu beſchicken hätten.

Aber da geſchah Folgendes:

Die nicht zugelaſſenen Studenten legten ihre Univerſitätskleider aJogen kurze Mäntelchen an, ſetzten farbige Hüte auf, trugen zerfetzte Strümpfe, fügten, um dieſen Saturnalien Ehre zu machen, den Degen, der ihnen verboten war, zu dem Dolch, den zu tragen ſie ſich ſeit unvordenklichen Zeiten das Recht angemaßt hatten, und zogen auf allen mögli⸗ chen Straßen nach dem Sprichwort: Jeder Weg führt nach Rom, nach St. Denis; da ſie nun unter ihren Masken der Wachſamkeit ihrer Lehrer entgingen, ſo wurde der Unfug noch unendlich grö⸗ ßer als vor der Ordonnanz, die man erlaſſen hatte um ihm zu ſteuern.

Man war alſo im Jahr 1559, und wenn man die Ordnung ſah, womit das Collegium ſich in Marſch zu ſetzen begann, ſo hätte man auf hundert Meilen nicht an die Ausſchweifungen gedacht, denen es ſich überlaſſen ſollte, ſobald es einmal angekom⸗ men war.

Dießmal alſo zog wie gewöhnlich die Cavalcade in ziemlich guter Ordnung auf, kam in die große Rue St. Jacques, ohne allzu viel Lärm zu machen, ſtieß vor dem Chatelet angelangt eines jener Ver⸗ wünſchungshurrahs aus, zu denen nur Pariſer Volkshaufen fähig ſind denn die Hälfte der Mit⸗ glieder, welche die Verſammlung bildeten, kannte gewiß die unterirdiſchen Gefängniſſe dieſes Monu⸗